PRIVATLEISTUNGEN
Eigenbluttherapie (PRP)
Infiltrationsbehandlungen gehören zu den grundlegenden Therapien in Orthopädie und Sportmedizin. Die Eigenbluttherapie (PRP) nutzt dabei die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Aus Ihrem Blut werden körpereigene Wachstumsfaktoren gewonnen. Diese können gezielt injiziert werden – zum Beispiel zur Behandlung von Arthrose, zur Unterstützung der Heilung akuter Sportverletzungen und bei Sehnenerkrankungen.
Einsatzgebiete
Arthrose
Akute Sportverletzungen
Sehnenerkrankungen
Ablauf der Behandlung
Wir arbeiten mit dem ACP-System der Firma Arthrex (ACP = Autologes Conditioniertes Plasma). Dafür entnehmen wir Ihnen eine kleine Menge Blut aus der Armvene – direkt in eine spezielle Doppelspritze. Nach kurzem Zentrifugieren trennt sich das plättchenreiche Plasma mit den Wachstumsfaktoren von den übrigen Blutbestandteilen und wird in die innere Spritze aufgezogen.
Weil das System geschlossen ist, kommt das Blut während der Aufbereitung nicht mit der Umgebung in Kontakt. Das Plasma injizieren wir anschließend direkt in das betroffene Gelenk oder an die Sehne.
Die gesamte Behandlung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Meist sind mehrere Injektionen im Abstand von etwa einer Woche sinnvoll – wie viele, richtet sich nach Ihrem Beschwerdebild.
ACP und ACP Max
In unserer Praxis in Osnabrück setzen wir zwei Varianten des Arthrex-Systems ein: das klassische ACP und ACP Max. Bei ACP Max wird aus einer etwas größeren Blutmenge ein Plasma mit einer deutlich höheren Konzentration an Blutplättchen und Wachstumsfaktoren gewonnen.
Welche Variante für Sie passt, richtet sich nach dem betroffenen Gelenk oder der Sehne und nach Ihrem Befund. Das besprechen wir nach der Untersuchung mit Ihnen.
Wann hilft die Eigenbluttherapie?
Wir setzen ACP vor allem bei zwei Krankheitsbildern ein: bei Arthrose und bei Sehnenerkrankungen.
Kniearthrose – die häufigste Anwendung der Eigenblutspritze
Arthrose an Hüfte, Schulter, Sprunggelenk und anderen Gelenken
Tennisarm und Golferarm (Epicondylitis)
Patellaspitzensyndrom (Springerknie)
Achillessehnenbeschwerden
Fersenschmerz (Plantarfasziitis)
Kosten
Die Eigenbluttherapie ist eine Selbstzahlerleistung. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlung in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten sie je nach Tarif ganz oder teilweise. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Vor der Behandlung erhalten Sie eine schriftliche Vereinbarung mit den voraussichtlichen Kosten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PRP, ACP und Eigenbluttherapie?
Gemeint ist dasselbe Prinzip: PRP steht für plättchenreiches Plasma aus Ihrem eigenen Blut. ACP ist das Verfahren der Firma Arthrex, mit dem wir dieses Plasma in einem geschlossenen System gewinnen.
Was ist der Unterschied zwischen ACP und ACP Max?
ACP Max gewinnt aus etwas mehr Blut ein Plasma mit deutlich mehr Blutplättchen und Wachstumsfaktoren. Welche Variante sinnvoll ist, entscheiden wir nach Ihrem Befund.
Warum gerade Eigenblut?
Weil das Plasma aus Ihrem eigenen Blut stammt, ist es sehr gut verträglich. Allergische Reaktionen sind praktisch ausgeschlossen.
Was muss ich vorher beachten?
Einige Tage vor der Behandlung sollten Sie möglichst keine entzündungshemmenden Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac einnehmen. Bitte sprechen Sie das vorher mit uns ab.
Bin ich danach eingeschränkt?
Das behandelte Gelenk kann ein bis zwei Tage etwas gereizt sein. Alltägliche Aktivitäten sind meist sofort wieder möglich; intensiven Sport stimmen wir mit Ihnen ab.
Termin vereinbaren
Online über Doctolib oder telefonisch täglich 8 – 11 Uhr.
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